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Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik

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Marpingen setzt auf Kontinuität

Werner Laub als Bürgermeister wiedergewählt

Werner Laub (SPD), der Marpingen seit 18 Jahren als Bürgermeister regiert, konnte bei der letzten Direktwahl im Jahr 2007 für die SPD Saar den vierten Sieg verbuchen, während die CDU eine weitere, diesmal besonders herbe, Niederlage einstecken mußte und das Kommunalwahljahr 2007 ohne Sieg und mit einem dicken blauen Auge beendet.

 

Die Wahl des Marpinger Verwaltungschefs hatte schon im Vorfeld landesweit für Aufsehen gesorgt. Grund war die fehlerbehaftete Nominierung des CDU-Kandidaten Elmar Schmidt, der von Delegierten seiner Partei nominiert worden war, deren eigene Legitimation laut Kommunalwahlgesetz schon "abgelaufen" war: Sie waren schon zu lange im Amt und hätten neu gewählt werden müssen. Die CDU versuchte aus dem eigenen, desaströsen Fehler dem Amtsinhaber Laub noch einen Strick zu drehen: Mit der eigenen Mehrheit im Gemeindewahlausschuß wurde der Fehler für unbedenklich erklärt und so die Anfechtbarkeit der Wahl bewußt in Kauf genommen, andererseits lasteten diejenigen, die so unprofessionell gearbeitet hatten, Werner Laub an, sie auf den Fehler nicht hingewiesen zu haben. Nur hatte der bereits lange vor der Einreichung der Wahlunterlagen wegen seiner eigenen Kandidatur erklärt, nicht als Wahlleiter zu amtieren, und die Amtsführung dem Beigeordneten Bernhard Müller von der CDU überlassen. Daran wollte sich aber bei der CDU niemand erinnern lassen...

 

Dieser Fehler war nur einer in einer ganzen Reihe desaströser Winkelzüge der Marpinger Christdemokraten. Der Kandidat ließ sich nur ungern daran erinnern, daß er bereits in den neunziger Jahren in Perl (gegen den eigenen Parteifreund Toni Hoffmann) Bürgermeister werden wollte. Das passte nun so gar nicht ins Bild des "Mannschaftsspielers", das er so gerne benutzte. Aber auch der extrem agressive Wahlkampfton, mit dem die CDU und ihr Kandidat gegen den beliebten und bedächtig agierenden Werner Laub auftraten, kam bei den Bürgern überhaupt nicht an. Die Marpinger Männerwelt nahm erstaunt auf der (mittlerweile abgeschalteten) Webseite des CDU-Kandidaten zur Kenntnis, daß Elmar Schmidt "ab und zu Kraftsport" betreibt, damit die "Muskulatur schön straff bleibt" und seine Frau "keinen Schlaffi zuhause hat". Da durfte sich dann jeder drunter vorstellen, was er wollte...

 

Werner Laub führte hingegen einen bürgernahen und "erdnahen" Wahlkampf, legte ruhig und mit Selbstbewußtsein seine Bilanz vor und suchte bewußt die Nähe zu den Bürgern. "Ich brauchte mich und meine Bilanz der letzten 18 Jahre ja nicht zu verstecken - im Gegenteil", so der Amtsinhaber. Attacken gegen den Konkurrenten vermied er, was von den Bürgern mit Freude zur Kenntnis genommen wurde.

 

Die CDU konnte es jedoch bis zum Schluss nicht lassen - mit Slogans wie "Im Herbst fällt das Laub" und "Trostpflastern", die noch am Wahltag wegen angeblich "18 Jahre verpasster Chancen" verteilt wurden, glaubte man irrig, das Blatt noch wenden zu können. Dabei war spätestens nach dem Auftritt der beiden Matadore beim schon traditionellen Kräftemessen auf dem Podium von SZ und SR klar, daß Werner Laub beim Wahlvolk um Meilen besser ankam.

 

Heiko Maas hatte dann auch am Wahlabend seinen Spass mit den "Trostpflastern" und empfahl den Marpingern, sie schnellstens der CDU zurückzuschicken, die "bräuchten sie dringender als jeder andere". Und Magnus Jung, Kreischef der SPD St. Wendel, merkte launig an, im Herbst falle vielleicht das Laub, aber es käme im Frühjahr frisch wieder, wenn Laub's dritte Amtszeit beginne. Jetzt seien erstmal die Wälder rund um Marpingen rot gefärbt...
 

Termine

  • 20.05.2011 - Landesparteitag der SPD Saar in Saarbrücken, ATSV-Halle, Bellevue

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